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Nasen-Chirurgie

Minmalinvasive endonasale Nasennebenhöhlen- und Nasen-Chirurgie und die digitale Volumentomographie (DVT)

Die moderne endonasale Nasen- und Nasennebenhöhlenchirurgie ist durch die Erarbeitung exakter Vorgehensweisen, durch die intensive Ausbildung sowie durch Fortbildungen begründet worden.

Die Anfänge der minimalinvasiven Methode liegen bereits 25 Jahre zurück. Durch wissenschaftliche Untersuchungen und durch die Verbesserung der Operationstechniken und des Instrumentariums ist es gelungen Verfahren zu entwickeln, die das Gewebe der Nasennebenhöhlen wenig traumatisieren und nahezu keine Komplikationen aufweisen. Äußere Hautschnitte sind somit nicht erforderlich. Der Eingriff erfolgt durch die Nasenöffnungen. Gleichzeitig hat die moderne Röntgendiagnostik mit der computertomographischen Bilddarstellung (CT) des knöchernen Gesichtsschädels einen wesentlichen Beitrag zur Befunderhebung und strategischen Operationsplanung geleistet. Für die Darstellung gibt es erst seit kurzer Zeit die neue digitale Volumentomographie (DVT), die eine deutlich geringere Strahlenbelastung gegenüber der Computertomographie aufweist und dreidimensionale Bilder vom knöchernen Schädel liefert. Sie erlaubt das Erkennen von Nasennebenhöhlenerkrankungen, die Darstellung von Nervenstrukturen und erleichtert das operative Management.

Operative Maßnahmen finden bei Nasennebenhöhlenentzündungen mit Nasenatmungsproblemen, die oft mit Riechstörungen, Kopfschmerzen, vermehrter Sekretion sowie asthmatischen und allergischen Problemen, lauter Schnarchatmung und Schlafstörungen assoziiert sind, ihre Anwendung.

Ziel: Wiederherstellung der physiologischen Nasenatmung und optimierte Belüftung der Nasennebenhöhlen mit Normalisierung der nasalen Sekretion und der Nasenschleimhäute

Indikationen:

  • Nasen- und Nasennebenhöhlenpolypen
  • Kieferhöhlenzysten
  • Mukozelen-, Pyozelenbildungen (DVT-Bilder)
  • Hirnhautfisteln der Schädelbasis + NNH (3D-Bilder: Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen)
  • Nasenmuschelverdickungen
  • Nasenscheidewandverbiegungen
  • Nasen-, Nasennebenhöhlentumoren
  • Tränenwegsabflußstörungen

Technik: Mikroskopisch, endoskopisches Verfahren, Laser- und Coblationstechnik

Aufenthalt: überwiegend stationär für 3-4 Tage, je nach Aufwand auch ambulant in der Tagesklinik

Anästhesie: Vollnarkose

Verband: 1-2 Tage leichte Nasentamponade

Schmerzen: kaum

Ergebnis: nach 2-7 Tagen

Anmerkung: Neben der klassischen Nasenscheidewandoperation werden alle Formen der Revisionsoperationen der Nasenscheidewand mit Aufbau des Nasensteges, der Nasenklappenerweiterungsoperation oder Defektverschlußplastik bei Lochbildungen der Nasenscheidewand mittels Eigenknorpel vorgenommen, um eine natürliche Nasenatmung zu erreichen.


Letzte Änderung: 13.05.2010